GERMAN, Alexander Petrowitsch, * 20. Oktober (1. November) 1874 in Wjatka, † 30. November 1953. Bergbauingenieur, Wissenschaftler im Bereich der Bergmechanik, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR (Abteilung für Technische Wissenschaften, seit 28. Januar 1939), Doktor der Technischen Wissenschaften (1935), Professor sowie Autor für die Technischen Hochschulen bestimmter Lehrbücher.
Germans Vater Pjotr Alexandrowitsch German war Mittelschullehrer adliger Herkunft. Nach Abschluss des Gymnasiums in Saratow (1893) studierte Alexander German an der Petersburger Universität (Physikalisch-Mathematische Fakultät, Abteilung für Mathematische Wissenschaften, 1897) sowie am Bergbauinstitut (1903) bei Professor A.I. Thieme. Er arbeitete in den Putilow-Werken (1903–1907) und in der Petersburger Münzprägeanstalt (1907–1918). Von 1907 an war er parallel in Wissenschaft und Lehre am Petersburger Bergbau-Institut (Leningrader G.W. Plechanow-Bergbauinstitut) tätig: Assistent (1907), Adjunkt am Lehrstuhl für Bergwerksmechanik (1913), Professor am Lehrstuhl für Maschinenbau (1914) und von 1915 an am Lehrstuhl für Bergmechanik, Prorektor für Lehre (1918–25 und 1930–47) und Prorektor für Wissenschaft (1947–53). German ist einer der Begründer der sowjetischen Wissenschaftsschule der Bergmechanik. Er klärte erstmals analytisch die für den Betrieb von Turbomaschinen relevanten physikalischen Gesetzmäßigkeiten, bewies die Existenz von Musterkennwerten und entwickelte auf dieser Grundlage prinzipiell neue Methoden zu deren Berechnung, Konstruktion und Nutzung, wodurch er die Voraussetzungen für den serienmäßigen Bau von Turbomaschinen schuf. Er erarbeitete die wissenschaftlichen Grundlagen für den Bau eines automatisierten Steuerungssystems von Fördermaschinen und entwickelte neue Prinzipien und Berechnungsmethoden für den Bau von Pressluftmotoren und Pressluftnetzen sowie diversen weiteren Werkzeugen und Maschinen (Bohranlagen, Vortriebsmaschinen, Kolbenverdichter). Er war an der Planung großer Bergbauunternehmen im Donbass, im Ural und im Kusbass sowie in Karaganda, Qonyrat (Konyrat) und Tqwartscheli beteiligt.
Auszeichnungen: Orden des Heiligen Stanislaw 3. Ranges, zwei Leninorden, zwei Rotbannerorden der Arbeit, ein „Ehrenabzeichen“, Medaille „Für die Verteidigung Leningrads“ u.a. Im April 1934 erhielt German vom Volkskommissar für Schwerindustrie S. Ordschonikidse einen Personenkraftwagen als Prämie für herausragende wissenschaftliche Leistungen. Im November 1939 zeichnete der Volkskommissar W. Wachruschew German mit dem Abzeichen „Musterarbeiter der Kohleindustrie“ aus. Zu seinen Ehren wurde an der Hauptfassade des Instituts eine Gedenktafel angebracht.
Горная механика. Ч. 1–2. Л.; М., 1934–1935; О совместной работе рудничных вентиляторов. М., 1922 (в соавт. с А.А. Лацинским); Определение основных размеров паровых турбин // Горный журнал. 1913. № 8, 9, 10 и 11; По поводу правил для испытания вентиляторов и компрессоров. [СПб., 1914]; Поршневые машины / Лекции, чит. в 1923–24 уч. году А.П. Германом. Л., [1924]; Применение сжатого воздуха в горном деле. Л; М., 1933; Рудничные подъемные установки: [учебник для горных втузов]. Ч. 1–2. Л.; М., 1940 (в соавт. с проф. Ф.Н. Шклярским); Теория и расчет турбовоздуходувных машин. Л., 1928; Технические условия на импортное оборудование – газовоздуходувки, турбовоздуходувки и турбокомпрессоры. Л., 1932; Турбомашины / Лекции, чит. в 1923–24 уч. году А.П. Германом. Л., 1925; Шахтный подъем. Л., 1930 (2-е изд. Л., 1932).
Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.
1 13.05.2026
Veranstaltungen
Erinnerung als Kunst: Begegnung mit der Regisseurin Polina Sacharowa im DRHMAm 13. Mai findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein offenes Treffen mit der Regisseurin, Schauspielerin und Leiterin des Theaters „Mimikrija“ Polina Sacharowa statt. Das Gespräch widmet sich der Frage, wie familiäre und historische Erinnerung zur Grundlage von Theaterinszenierungen wird und sich in lebendige Bühnenkunst verwandelt.
1 08.05.2026
Offene Treffen
„Ich möchte bei allem zum Kern der Sache vordringen“: Offenes Treffen über die Harmonie von Sprache und KörperAm 15. Mai findet im Deutsch-Russischen Haus in Omsk ein offenes Treffen statt, bei der eine harmonische Verschmelzung der Künste präsentiert wird. Moderiert wird sie von „dem Tänzer der Worte“ – so wird Arnold Rainik in Perm genannt, Preisträger russischer und internationaler Wettbewerbe, künstlerischer Leiter und Choreograf des Autorentanztheaters „Lallen“.
1 07.05.2026
Offene Treffen
In der Welt des Volkstanzes: Offenes Treffen mit den Leitern von TanzensemblesAm 11. Mai lädt das Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Kaliningrad zu einem offenen Tanztreffen ein. Die Leiterinnen der Ensembles aus Kaliningrad und Moskau, Olga Schadrina und Guselija Sirasijewa, werden den Gästen die Türen zur ausdrucksstarken Welt des Volkstanzes öffnen.
1 04.05.2026
Offene Treffen
Das Erbe der Maniser: Offenes Treffen mit Darja WoroninaAm 7. Mai wird den Gästen des Kultur- und Geschäftszentrums der Stadt Kaliningrad ein einzigartiges Phänomen der Kunstgeschichte vorgestellt – der Lebens- und Schaffensweg der Meister aus der Dynastie der Maniser. Referentin des offenen Treffens ist die Kunstvermittlerin, Künstlerin und Kunsthistorikerin, Kuratorin des Festivals für zeitgenössische Kirchenkunst „Sehen und Hören“ sowie Forscherin zum Schaffen der Künstler der Russlanddeutschen Darja Woronina.
1 30.04.2026
Offene Treffen
„Wir selbst“ – Roman und lebendige Erinnerung: In Tomsk findet offenes Treffen mit Alexander Heier stattAm 30. April findet in Tomsk ein offenes Treffen mit Alexander Heier, dem Direktor des Deutsch-Russischen Hauses in Tomsk, statt. Die Teilnehmer erfahren mehr über das Schicksal des Schriftstellers Gerhard Sawatzky, seinen Roman und die Rolle der deutschen Sprache bei der Bewahrung des historischen Gedächtnisses der Russlanddeutschen.
1 30.04.2026
Veranstaltungen
Der gesamtrussische Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“ startet!Am 27. April fiel der Startschuss für den 10. gesamtrussischen Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“. In diesem Jahr feiert das Projekt sein Jubiläum und bringt weiterhin Teilnehmer aus dem ganzen Land zusammen, wobei sechs thematische Kategorien für verschiedene Altersgruppen angeboten werden.
1 29.04.2026
Offene Treffen
Deutsches Jekaterinburg: Offenes Treffen über Geschichte der deutschen Gemeinde auf dem StadtplanIn Jekaterinburg findet ein offenes Treffen mit der Kandidatin der Kulturwissenschaften Jekaterina Kaluschnikowa statt, das der Geschichte der deutschen Gemeinde gewidmet ist. Die Teilnehmer erfahren, welche Rolle die Deutschen bei der Entstehung der Stadt gespielt haben – von der Industrie bis hin zu Bildung und Wissenschaft.
1 28.04.2026
Veranstaltungen
Abschlussfeier der Sprachclubsaison im Deutsch-Russischen Haus in Moskau: erste Teil des FeiertagesAm 18. April hat im Deutsch-Russischen Haus in Moskau die Abschlussfeier der ethnokulturellen Sprachclubsaison stattgefunden. Die Teilnehmenden besprachen die Ergebnisse der Arbeit, präsentierten kreative Darbietungen und betonten in ungezwungener Atmosphäre die Bedeutung des Erhalts der Sprache, der Traditionen und der kulturellen Identität der Russlanddeutschen.
1 27.04.2026
Eliteförderung/Avantgarde
Generationendialog und neue Ideen: Kulturhistorisches Seminar im Deutsch-Russischen Haus in MoskauAm 25. April war der letzte Tag des jährlichen Kulturhistorischen Seminars im Deutsch-Russischen Haus in Moskau. Zum elften Mal brachte es Nachwuchswissenschaftler sowie führende Experten aus dem ganzen Land zusammen. Über mehrere Tage diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen, präsentierten ihre Forschungsergebnisse und suchten nach neuen Entwicklungsfeldern.
1 26.04.2026
Interview
„Hierher möchte man immer wieder zurückkehren“: Erfahrungsberichte der ständigen Teilnehmer des Kulturhistorischen SeminarsDas Kulturhistorische Seminar verbindet seit elf Jahren Forscherinnen und Forscher, für viele von ihnen ist es eine bedeutende Station auf ihrem akademischen Weg. Wir haben mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen, die immer wieder hierher zurückkehren, darüber, wie sich ihre Erfahrungen verändern, worauf an diesem Projekt der Schwerpunkt liegt und warum es so besonders bleibt.