RU

neue
illustrierte elektronische

Z
ZUFÄLLIGER
ARTIKEL
ROSEN Friedrich von (Friedrich Friedrichowitsch), * 2. Mai 1834 in St. Petersburg, † 15. März 1902 in Kasan. Geologe und Paläontologe, Baron. Staatsrat

Rosens Vater Friedrich Otto Alexander von Rosen (1808–54) war Staatsrat und diente als Vorsitzender der Gouvernementskammer für Staatsbesitz des Gouvernements Taurien und Direktor des Fürsorgekomitees für die südrussischen Kolonistensiedlungen. 1855 nahm Friedrich von Rosen nach Abschluss des Kameralistischen Zweigs des Liceum Richelieu in Odessa ein Studium an der Universität Dorpat auf, wo er in den Jahren 1855-59 Wirtschaftswissenschaften und Mineralogie studierte. Im Jahr 1863 erwarb er mit einer Dissertation zum Thema „Die chemisch-geognostischen Verhältnisse der devonischen Formation des Dünathals in Liv- und Kurland und des Welikajathals bei Pleskau“ den Grad des Magisters der Mineralogie. 1863 nahm er an einer Expedition des Mitglieds der Akademie der Wissenschaften F.B. Schmidt durch Estland und auf die Insel Ösel (Saaremaa) teil und verfasste in den Folgejahren auf Grundlage des im Zuge dieser Expedition zusammengetragenen Materials seine Dissertation „Über die Natur der Stromatoporen“, für die ihm 1867 der Grad des Doktors der Mineralogie verliehen wurde. 1864 kam Rosen als Dozent an den Lehrstuhl für Mineralogie der Universität Kasan. Er war Professor am Lehrstuhl für Mineralogie der Universität Kasan (1868–94), Dozent am Kasaner Veterinär-Institut (1880–96) sowie Dekan der Physikalisch-Mathematischen Fakultät der Universität Kasan (1874–99). Er befasste sich mit der Erforschung nachtertiärer Formationen im Wolgagebiet und in Ostrussland und hielt seine Forschungsergebnisse in mehreren Veröffentlichungen fest. 1888 wurde Rosen mit dem Orden des Heiligen Stanislaw 1. Ranges ausgezeichnet. Im Jahr 1896 gab er nach einer Beinamputation seine Lehrtätigkeit auf, blieb aber Professor und Mitglied des Rats der Universität Kasan und der Physikalisch-Mathematischen Fakultät der Universität. Im Februar 1899 schied er endgültig aus dem Dienst aus.

Im Jahr 1867 heiratete Rosen Julia Jelatschitsch. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor: Friedrich (Fjodor Fjodorowitsch) (1867-1937 oder 1939), Julia (1870–74), Maria (1872–1942), Nikolaj (*1873), Hermann (1875–1963), Wiktor (1878–1878), Anneta (*1879), Woldemar (*1881) und Jelisaweta (Elisabeth) (1885–1942). Rosens ältester Sohn Friedrich (Fjodor Fjodorowitsch) schloss die Juristische Fakultät der Universität Kasan ab und war als Untersuchungsrichter in Ischim und später als Gerichtsmitglied und Friedensrichter in Bauska, Riga und Tscherepowez tätig. Nach der Revolution wurde er mehrfach verhaftet und zu Verbannungsstrafen verurteilt. Nach seiner letzten Verhaftung und Verurteilung im Jahr 1936 kam er für acht Jahre nach Magadan, wo sich seine Spuren verlieren. Sein Sohn Michail (1902–89) war der künftige Erforscher der Goldvorkommen des Altai. Rosens Tochter Jelisaweta war Sekretärin von Lenins Schwester Anna Iljinitschna Jelisarowa-Uljanowa. F.F. Rosen ist in Kasan begraben.

Schriften

Rosen F. Die chemisch-geognostischen Verhältnisse der devonischen Formation des Dünathals in Liv- und Kurland und des Welikajathals bei Pleskau. Dorpat, 1863; Rosen F. Über die Natur der Stromatoporen. Dorpat, 1867; Розен Ф.Ф. О послетретичных образованиях по Волге и Каме в Казанской губернии // Труды IV Съезда русских естествоиспытателей и врачей. Казань, 1873. С. 87–112; Розен Ф.Ф. К вопросу о характере послетретичных образований по Волге // Труды общества естествоиспытателей при имп. Казанском университете. 1870. Т. VIII. Вып. 6. ; Розен Ф.Ф. Отчет о геологических экскурсиях, предпринятых в 1875, 1877 и 1878 годах в губерниях Нижегородской, Казанской и Самарской. Приложение к протоколу заседаний Казанского общества естествоиспытателей за 1878–1879 гг. № 41.

E
ÜBER DIE ENZYKLOPÄDIE

Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.

N
NACHRICHTEN
RUSDEUTSCH
  • 1 11.06.2026

    Jubiläumsjahr

    Die Kunst der Erinnerung und der Dialog mit dem Publikum: Kulturelle Veranstaltungen beim Forum-Festival

    Musik, Malerei und aufrichtige zwischenmenschliche Begegnungen standen im Mittelpunkt der jüngsten Veranstaltungen des Forum-Festivals der Russlanddeutschen in Samara. Das Jubiläums-Musik- und Biografieprogramm „Anna German. Leise Worte der Liebe…“, das Akustikkonzert von Aljona Pohl und die Eröffnung der Ausstellung „Erbe in Farben“ in Samara zeigten, wie das kulturelle Erbe einen zeitgemäßen Ausdruck finden und Menschen verschiedener Generationen verbinden kann.

  • 1 10.06.2026

    Spuren der deutschen Kultur in Russland

    Autokorso „Meine ethnische Identität“: Eine Reise auf den Spuren der Russlanddeutschen

    Vom 27. bis 31. Mai fand in der gastfreundlichen Wolgaregion ein besonderes kulturhistorisches Projekt statt: eine Autoreise „Meine ethnische Identität“. Die Teilnehmenden, die aus verschiedenen Städten des Urals anreisten, legten in ihren eigenen Fahrzeugen mehr als 1.500 Kilometer zurück. Sie reisten an ihr Ziel, um die Geschichte des eigenen Volkes hautnah zu erleben.

  • 1 10.06.2026

    Jubiläumsjahr

    In Samara wurde das Forum-Festival der Russlanddeutschen 2026 offiziell eröffnet

    Heute, am 8. Juni, fiel in Samara der offizielle Startschuss für das Forum-Festival der Russlanddeutschen 2026. Für einige Tage verwandelt sich die Stadt damit in einen zentralen Begegnungsort für Vertreter der Gemeinschaften der Russlanddeutschen aus dem ganzen Land. Auf dem Programm stehen der Austausch von Best Practices, die Diskussion neuer Projekte sowie die Präsentation kreativer Initiativen.

  • 1 09.06.2026

    Jubiläumsjahr

    35-jähriges Jubiläum der Vereinigung der Russlanddeutschen in Tobolsk

    Vom 29. bis zum 31. Mai feierte die Vereinigung der Russlanddeutschen in Tobolsk ihr 35-jähriges Bestehen.

  • 1 09.06.2026

    Nachrichten aus den Regionen

    Ethnischer Veranstaltungsort in Tscheljabinsk – 2026

    Am 1. Juni startete in der Gymnasium Nr. 96 in Tscheljabinsk die ethnokulturelle Sprachplattform „Vita-2026“. 28 Kinder nahmen am Projekt teil.

  • 1 08.06.2026

    Nachrichten aus den Regionen

    Und sogar in den Ferien zusammen!

    Am 3. Juni, an einem Tag, der bei weitem nicht der wärmste Sommertag war, fand in der deutschen Schule der Stadt Syktywkar – der Allgemeinbildende Schule Nr. 21 – eine sehr herzliche Veranstaltung statt: das Spiel „Deutsche Sloboda“. Die Veranstaltung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Autonomie der Republik Komi durchgeführt.

  • 1 04.06.2026

    BiZ

    Der Johannestag bei den Russlanddeutschen? Wir laden zur ethnokulturellen Vorbereitung auf das Volksfest ein

    Die Webinarreihe wird mit der Vorbereitung auf eines der bedeutendsten Sommerfeste der Russlanddeutschen – den Johannistag – fortgesetzt. Am 14. Juni führt die Methodikerin, Deutschlehrerin und Mitglied des Expertenrats des Instituts für ethnokulturelle Bildung, Natalia Koslowa, das Online-Treffen durch.

  • 1 03.06.2026

    BiZ

    Kein bloßer Zeitvertreib: Die Anmeldung für das Seminar zu Spielmethoden und -technologien ist jetzt möglich

    Wie lässt sich das Sprachenlernen zu einem spannenden Prozess machen, ohne dabei Abstriche bei der Qualität des Lernens zu machen? Das Team des Instituts für ethnokulturelle Bildung ist bereit, diese für jeden Pädagogen so grundlegende Frage zu beantworten. Seine Antwort darauf ist das Seminar „Spielmethoden und -technologien in der Arbeit eines Sprachclubs“.

  • 1 03.06.2026

    Offene Treffen

    Spezifik im Detail: Ethnographisches „Offenes Treffen“ im DRH Moskau

    Am 25. Mai verwandelten sich Feldforschungsnotizen, Archivfotografien, Videoaufnahmen und Zeitzeugenberichte in Puzzleteile eines großen ethnographischen Bildes. Zusammengefügt wurde dieses Mosaik im Deutsch-Russischen Haus in Moskau von Dmitrij Weiman, dem leitenden wissenschaftlichen Mitarbeiter des Instituts für humanitäre Forschungen der Ural-Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften. Das Offene Treffen bot den Gästen einen tiefen Einblick in die Hochzeitsrituale der Wolga-, Ural- und Sibiriendeutschen in den kompakten Siedlungsgebieten der Russlanddeutschen.

  • 1 02.06.2026

    Eliteförderung/Avantgarde

    Die Ausstellung „Erbe in Farben“ kommt nach Samara

    Die Ausstellung „Erbe in Farben“ vereint künstlerische Werke von Künstlern russlanddeutscher Herkunft, die im Rahmen der Kunstlabore des Internationalen Verbands der deutschen Kultur in an der Wolga entstanden sind. Das Projekt wendet sich dem architektonischen Erbe der Städte und Dörfer an der Wolga – Kirchen, Wohnhäusern, Fabriken und öffentlichen Gebäuden.

  • ANDERE PROJEKTE

    ЗEINE FRAGE STELLEN