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ARTIKEL
BRUN Eduard Genrichowitsch (Alexandrowitsch) (1849 – nach 1905), Staatsrat, Architekt des Gebiets Ferghana

BRUN Eduard Genrichowitsch (Alexandrowitsch) (24. Januar 1849, Nikolajew, Gouvernement Cherson – nach 1905), Staatsrat, Architekt des Gebiets Ferghana, Mitgestalter des architektonischen Gepräges der damals im Bau befindlichen Stadt Nowyj Margelan (seit dem 18. Juni – Militär- und Verwaltungszentrum des Ferghanatals, seit 1907 – Stadt Skobelew, seit 1924 – Ferghana), unternahm „verschiedene Bauarbeiten für die Ausgestaltung der Region“.

Lutherischen Glaubens. Entstammte einer adeligen Familie des Gouvernements Cherson. Absolvierte eine Baufachschule mit der Spezialisierung als Ingenieur für Zivilbauwesen. War mehr als 26 Jahre in Turkestan tätig, nachdem er ins Ferghanatal in den ersten Jahren nach ihrem Anschluss an Russisches Reich kam. Wurde am 15. Oktober 1878 als Ingenieurassistent in die Bauabteilung der Gebietsverwaltung Ferghana geschickt, seit dem 1. Mai 1879 erhielt er das Amt des Gebietsarchitekten von Ferghana. „Die gesamte riesige bauliche Arbeit in der neugegründeten Region vollzog sich mit Bruns feuriger Teilnahme“, hieß es bei seiner Pensionierung in den Notizen seiner Personalakte. Er befasste sich mit „umfangreichen baulichen Arbeiten“, die ihm enorm viel Kraft, Energie und Engagement bei der Erzielung der Ergebnisse unter schwierigen Bedingungen des Mangels an Baustoffen, der Beamtenwirren und sozialen Instabilität abverlangten. Besonders groß war seine Leistung beim Aufbau des russischen Teils der Städte im gesamten Ferghanatal und insbesondere in Nowyj Margelan. Viel Kraft investierte er in die Errichtung einer orthodoxen Kirche in Nowyj Margelan, für deren Aufbau er laut Anordnung vom 20. Juni 1896 als Bauausführender zuständig war, und des Gebäudes eines Mädchengymnasiums (1890, Schule Nr. 2, Kulturhaus; das Bauwerk ist erhalten geblieben). Wurde am. 27. Dezember 1880 zum Direktor des Vormundschaftsrates der Gefängnisse des Gebiets Ferghana ernannt. Wurde wegen seiner Energie, Arbeitsleistung und Tüchtigkeit mehrmals befördert, mit zahlreichen Geschenken geehrt, mit Orden und Medaillen ausgezeichnet. Seine Entlassung „mit Berechtigung zum Uniformtragen“ erfolgte aus gesundheitlichen Gründen am 12. September 1905. Der Militärgouverneur des Gebiets, General W. I. Pokatilo, würdigte seine Leistung und sprach sein „großes Bedauern“ wegen Bruns Abschied (5. Juni 1905) aus.

War nicht verheiratet.

Auszeichnungen: der St.-Stanislaus-Orden des 3. Grades (21. Januar 1881), des 2. Grades (30. August 1886), Orden der Hl. Anna des 3. Grades (15. Mai 1883), des 2. Grades (30. August 1889), der Hl.-Wladimir-Orden des 4. Grades (30. August 1892), Buchara-Goldstern des 1. Grades (1. Oktober 1904), Silbermedaille „Zum Gedenken an die Regierungszeit des Kaisers Alexander III.“ (17. März 1896).

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ÜBER DIE ENZYKLOPÄDIE

Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.

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NACHRICHTEN
RUSDEUTSCH
  • 1 14.04.2026

    Offene Treffen

    Künstlerische Abende in Nowosibirsk: Einladung zu den Offenen Begegnungen mit Dmitriy Krel

    Am 15. und 16. April sind die Gäste des Nowosibirsker Regionalen Deutsch-Russischen Hauses eingeladen, in die faszinierende Welt des künstlerischen Schaffens einzutauchen. Als Wegbegleiter wird Dmitriy Krel auftreten – Mitglied des Künstlerverbandes Russlands, Senior-Dozent am Lehrstuhl für Stil und Image der Russischen Staatlichen Berufs- und Pädagogischen Universität sowie Dozent der Kunstfachschule namens Schadr.

  • 1 06.04.2026

    Offene Treffen

    „Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen“: Offenes Treffen mit einem plastischen Chirurgen in Tomsk

    Am 10. April findet im Deutsch-Russischen Haus der Region Tomsk ein offenes Treffen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt statt. Vor den Gästen wird der plastische Chirurg und Kandidat der medizinischen Wissenschaften Andrej Baitinger referieren.

  • 1 05.04.2026

    Glückwünsche

    Der IVDK gratuliert Ihnen zum Osterfest

    Der Internationale Verband der deutschen Kultur gratuliert den Familien der Russlanddeutschen, Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunden sowie Partnerinnen und Partnern von Herzen zum lichten Osterfest.

  • 1 03.04.2026

    Interview

    „Vom Herzen zum Herzen“: Interview mit den Sängerinnen des Gesangsensembles „Veilchen“

    „Für mich ist das Ensemble nicht nur eine Gruppe, sondern eine Fortsetzung meiner selbst“, – in diesem Satz spiegeln sich die Gedanken aller Teilnehmerinnen des Frauen-Gesangsensembles aus Engels wider. Im Folgenden erwartet Sie ein offenes Gespräch mit vier jungen Frauen, deren Stimmen sich zu einem einzigen Muster verweben, das die Kultur der russlanddeutschen Gemeinschaft bewahrt und mit tiefem, fast greifbarem Gefühl erfüllt.

  • 1 02.04.2026

    Interview

    Frühlingsfest der Hoffnung: Ein Interview mit Wladimir Winogradow im Vorfeld von Ostern

    Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Frühjahrsfest des christlichen Glaubens – dem Fest der Hoffnung. In der Kultur der Russlanddeutschen wird dieses Fest oft als das Fest der Feste bezeichnet. Im Gespräch mit dem Theologiemaster und Stellvertreter des Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands, Wladimir Winogradow, haben wir darüber gesprochen, wie die jahrhundertelange religiöse Tradition das Weltbild der russlanddeutschen Gemeinschaft prägt.

  • 1 01.04.2026

    Veranstaltungen

    „Rund um Bach“: In Moskau findet ein Osterkonzert alter Musik statt

    Am 8. April findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau das Osterkonzert alter Musik „Rund um Bach“ statt, bei dem Werke aus dem Barock auf historischen Instrumenten in ihrem authentischen Klang zu hören sein werden.

  • 1 31.03.2026

    Veranstaltungen

    „Die Physiker“ auf Deutsch: Eine Theateraufführung im DRH Moskau

    Am 27. März 2026 fand im Deutsch-Russischen Haus in Moskau die Aufführung des Stücks „Die Physiker“ statt, das auf dem gleichnamigen Werk des Schweizer Dramatikers Friedrich Dürrenmatt basiert. Die Inszenierung in deutscher Sprache wurde vom Theater des Deutschclubs der Nationalen Forschungsuniversität „Hochschule für Wirtschaft“ „gut geDACHt“ präsentiert. Dieser Abend brachte Freunde der deutschen Sprache, Fans intelligenter Theaterkunst und all jene, die sich für moderne deutschsprachige Dramatik begeistern, zusammen.

  • 1 30.03.2026

    Veranstaltungen

    „Der Frühling naht…“: Ein Konzert für Chormusik im DRH Moskau

    Am 28. März fand im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein Konzert für Chormusik mit dem Titel „Der Frühling naht…“ statt. Es bildete den fröhlichen Abschluss des ersten Frühlingsmonats und lieferte ein wundervolles musikalisches Erlebnis für alle Anwesenden. Auf der Bühne traten der Kammerchor „Klassik“, der Akademische Kammerchor „Raduniza“, das Vokalensemble „AkzeNt“ sowie einzelne Solisten und junge Musiker auf – sie alle schenkten den Zuhörern einen Abend voller Inspiration, Schönheit und lebendiger musikalischer Gemeinschaft.

  • 1 27.03.2026

    Ostertraditionen und Kreativität: Interaktives Treffen mit Anna Klein in DRHM

    Am 31. März findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein offenes Treffen mit der Leiterin der Ethno-Werkstatt „Basteln“, Anna Klein, statt. Die Veranstaltung ist den Ostertraditionen der Russlanddeutschen sowie einer praktischen Einführung in die Technik des Trockenfilzens gewidmet.

  • 1 25.03.2026

    „Tolles Diktat“ – 2026: über 36.000 Teilnehmer und 80 Regionen Russlands

    Die offene gesamtrussische Aktion „Tolles Diktat“ – 2026 brachte 36.051 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 80 Regionen Russlands und 30 Ländern zusammen und bestätigte damit das große Interesse für die deutsche Sprache und das kulturelle Erbe der Russlanddeutschen.

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