JUGENDRING DER RUSSLANDDEUTSCHEN, 1997 gegründete überregionale Nichtregierungsorganisation, in der über sechzig russlanddeutsche Jugendorganisationen (Jugendklubs) aus vierzig Regionen Russlands zusammengeschlossen sind (die Zahl der Mitgliederorganisationen schwankt).
1996 organisierte eine Initiativgruppe unter Mitwirkung des Internationalen Verbands der Deutschen Kultur die ersten Sprachsommerlager und erarbeitete ein Konzept für die Jugendarbeit.
Am 18.-20. Dezember 1996 wurde auf dem Moskauer Kultur- und Bildungsforum die Absicht verkündet, eine „Deutsche Jugendinitiative“ zu gründen.
Am 17. März 1997 wurde der Jugendring der Russlanddeutschen in Kurgan gegründet. Auf der Gründungskonferenz, auf der Vertreter von insgesamt acht russlanddeutschen Jugendorganisationen anwesend waren, wurde die Satzung verabschiedet, das Arbeitskonzept bestätigt und ein Rat gewählt.
Ziele und Aufgaben des Jugendrings
Der „Jugendring der Russlanddeutschen“ koordiniert die Aktivitäten der in Russland bestehenden deutschen Jugendklubs und -organisationen und beteiligt sich an gesellschaftlichen Jugendinitiativen, die der Entwicklung der Zivilgesellschaft im Land dienen.
Vorsitzende des Jugendrings der Russlanddeutschen:
Organisatorischer Aufbau und Organe des Jugendrings der Russlanddeutschen
Hauptprojekte des Jugendrings
Der Jugendring der Russlanddeutschen arbeitet mit den staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen Russlands zusammen und ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des „Nationalen Rats der Jugend- und Kinderorganisationen Russlands“. 2002 wurde der Jugendring der Russlanddeutschen in das Föderale Register der staatlich geförderten Jugend- und Kinderorganisationen aufgenommen. Anfang der 2000er Jahre war der Jugendring der Russlanddeutschen in der Jugendkammer bei der Russischen Staatsduma vertreten. Bis 2012 war er an der Umsetzung der föderalen Zielprogramme für die Russlanddeutschen beteiligt.
Seit 1998 hat sich der Jugendring der Russlanddeutschen an zahlreichen internationalen Seminaren, Konferenzen, Projekten, Festivals und Jugendaustauschprogrammen beteiligt. Seit 1998 ist er Mitglied der Arbeitsgruppe der deutschen Minderheiten Europas innerhalb der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen. Seit 1999 gehört er dem Netzwerk „Jugend Europäischer Volksgruppen“, der Jugendorganisation der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen [FUEV, engl.: Federal Union of European Nationalities, FUEN], an. 2002 wurde ein Partnerschaftsabkommen zwischen dem Jugendring und dem Bundesverband „Deutsche Jugend in Europa“ unterzeichnet. 2007 wurde ein Partnerschaftsabkommen mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, 2009 mit dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland unterzeichnet. Der Jugendring der Russlanddeutschen arbeitet aktiv mit den Jugendverbänden der Deutschen in den Ländern der GUS und mit dem Bund der russischsprachigen Jugend Deutschlands zusammen.
Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.
1 01.04.2026
Veranstaltungen
„Rund um Bach“: In Moskau findet ein Osterkonzert alter Musik stattAm 8. April findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau das Osterkonzert alter Musik „Rund um Bach“ statt, bei dem Werke aus dem Barock auf historischen Instrumenten in ihrem authentischen Klang zu hören sein werden.
1 27.03.2026
Ostertraditionen und Kreativität: Interaktives Treffen mit Anna Klein in DRHMAm 31. März findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein offenes Treffen mit der Leiterin der Ethno-Werkstatt „Basteln“, Anna Klein, statt. Die Veranstaltung ist den Ostertraditionen der Russlanddeutschen sowie einer praktischen Einführung in die Technik des Trockenfilzens gewidmet.
1 25.03.2026
„Tolles Diktat“ – 2026: über 36.000 Teilnehmer und 80 Regionen RusslandsDie offene gesamtrussische Aktion „Tolles Diktat“ – 2026 brachte 36.051 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 80 Regionen Russlands und 30 Ländern zusammen und bestätigte damit das große Interesse für die deutsche Sprache und das kulturelle Erbe der Russlanddeutschen.
1 23.03.2026
Interview
„Das Leben der Erinnerung“: Interview mit dem Biografen von Anna GermanDie Stimme von Anna German ist vielen bekannt – man erkennt sie sofort. „Echo der Liebe“, „Hoffnung“, „Wenn die Gärten blühen“ – diese Lieder werden für immer in den Herzen der Zuhörer bleiben. Doch wer steckt hinter dieser unvergänglichen Stimme? Der Konzertmoderator, Musiker, Produzent, Schriftsteller, Biograf und echter Fan von Anna German, Iwan Iljitschew-Wolkanowskij, erzählt von seiner langjährigen Reise in das Leben und Werk der russlanddeutschen Sängerin, deren Schicksal voller unerwarteter Wendungen, Geheimnisse und bewegender Momente war.
1 18.03.2026
„Die Physiker“ in deutscher Sprache: Studententheater im DRHMAm 27. März präsentiert das Deutsch-Russische Haus in Moskau eine Aufführung von „Die Physiker“, eine Komödie basierend auf dem gleichnamigen Stück des Schweizer Dramatikers Friedrich Dürrenmatt. Die Produktion stammt vom Theater des Deutschen Sprachklubs der Nationalen Forschungsuniversität Hochschule für Wirtschaft (HSE). Die Aufführung, die vollständig in deutscher Sprache stattfindet, wird ein besonderes Erlebnis für alle Deutschlernenden und Interessierten an zeitgenössischem deutschsprachigem Theater.
1 17.03.2026
Spuren der deutschen Kultur in Russland
Im Kaliningrader Gebiet wurde das Projekt „Ethnokulturelles Treffen der Seniorenklubsteilnehmer“ durchgeführt.Das Projekt fand vom 10. bis 14. März im Gästehaus Celinburg statt. Eine Woche lang konnten sich die Teilnehmer ganz der Kultur und den Traditionen der RD widmen.
1 13.03.2026
Ärzte und Chirurgen der Russlanddeutschen: In Tomsk findet ein Treffen mit dem Journalisten Andrej Ostrow stattAm 18. März findet in Tomsk ein offenes Treffen mit dem Journalisten und Schriftsteller Andrej Ostrow statt, das der Rolle der Russlanddeutschen bei der Entwicklung der heimischen Medizin und Chirurgie gewidmet ist. Am Beispiel der Geschichte der Familie Baitinger erfahren die Teilnehmer des Treffens mehr über das Schicksal von Arztdynastien und den Beitrag von Einwanderern aus deutschen Landen zur Entwicklung der Medizinwissenschaft.
1 12.03.2026
Offene Treffen
Die Mentalität der Russlanddeutschen: In Omsk findet offenes Treffen zum Erbe von Max Weber stattAm 17. März findet in Omsk ein offenes Treffen statt, die sich mit der Mentalität der Russlanddeutschen anhand der Ideen des deutschen Soziologen Max Weber befasst. Wladimir Winogradow, Magister der Theologie und stellvertretender Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands, wird darüber sprechen, wie die protestantische Ethik, religiöse Traditionen und historische Umstände den Charakter und die Wertvorstellungen der deutschen Kolonisten in Russland geprägt haben.
1 11.03.2026
Nachrichten aus den Regionen
„Erbe in Farben“: In Omsk wurde eine Ausstellung russlanddeutscher Künstler eröffnetIn Omsk wurde die Kunstausstellung „Erbe in Farben“ eröffnet, die Werke zeitgenössischer Künstler aus den Reihen der Russlanddeutschen vereint. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Reihe von Kunstlaboren und widmet sich dem historischen und kulturellen Erbe der deutschen Siedlungen im Wolgagebiet.
1 11.03.2026
Offene Treffen
Das Erbe einer Dynastie: In Nowosibirsk findet eine öffentliche Veranstaltung zum 135. Geburtstag von Matweij Maniser stattIm Deutsch-Russischen Haus der Region Nowosibirsk findet ein Treffen zum 135. Geburtstag des Bildhauers Matweij Heinrichowitsch Maniser statt. Die Kunsthistorikerin Daria Woronina wird über die Rolle der berühmten Künstlerdynastie Maniser in der Geschichte der russischen und sowjetischen Kunst sprechen und darüber, wie ihre Vertreter die kulturelle Entwicklung mehrerer Epochen beeinflusst haben.