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ARTIKEL
JANZ Wenjamin Wenjaminowitsch (1877–1964). Mennonitischer Geistlicher und Politiker

JANZ, Wenjamin Wenjaminowitsch, * 1877 in Konteniusfeld (Amtsbezirk Molotschansk, Bezirk Berdjansk, Gouvernement Taurien), † 1964. Mennonitischer Geistlicher und Gemeindevertreter.

In den Jahren 1892-95 besuchte Janz die Zentralschule in Gnadenfeld, nach deren Abschluss er als Lehrer arbeiten durfte. In den Jahren 1903-14 unterrichtete er in den Siedlungen Kleefeld und Tiege. Von 1897 an war er aktives Mitglied der Gemeinde der Brüdermennoniten im Dorf Sparrau. 1909 wurde er zum Gemeindevorsteher der Brüdermennoniten der Kolonie Tiege gewählt. Im Ersten Weltkrieg leistete er Wehrersatzdienst in den „Forstkommandos“ bei Berdjansk. Im Februar 1919 nahm er am Allgemeinen Mennonitischen Kongress in Alexanderwohl (Amtsbezirk Halbstadt) teil und wurde zum Oberhaupt des Bundes der Mennonitischen Gemeinden und Gruppen in Südrussland gewählt. Nach dessen offizieller Registrierung und Umbenennung in „Bund der Nachkommen Holländischer Auswanderer in der Ukraine“ war Janz von 1922 bis 1926 durchgängig dessen Vorsitzender. In dieser Eigenschaft war er sowohl an der Organisation der von den ausländischen mennonitischen Hilfsorganisationen in den Jahren 1921-23 für die russischen Mennoniten geleisteten Hungerhilfe als auch an der Ausarbeitung und Umsetzung eines Emigrationsprogramms beteiligt. Von 1924 an stand Janz wie auch die gesamte von ihm geleitete Organisation unter ständiger Beobachtung von Seiten der GPU. Angesichts seiner drohenden Verhaftung emigrierte er im Juni 1926 nach Kanada und ließ sich in der Siedlung Coaldale (Alberta) nieder, wo er Gemeindevorsteher der örtlichen Gemeinde der Brüdermennoniten war. Er beteiligte sich an der Arbeit der Kanadischen Mennonitischen Kommission für Kolonisation (Canadian Mennonite Board of Colonisation), und befasste sich im Herbst 1929 und Winter 1930 mit der Organisation der Emigration mennonitischer und deutscher Flüchtlinge. Die die Tätigkeit von Janz betreffenden Materialien sind im W. Janz-Archiv (V. V. Yanz Collection) enthalten, das in der Bibliothek des Mennonitischen Bibelkollegs (Mennonite Brethren Bible College) in Winnipeg (Manitoba, Kanada) verwahrt wird.

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ÜBER DIE ENZYKLOPÄDIE

Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.

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NACHRICHTEN
RUSDEUTSCH
  • 1 13.02.2026

    Eröffnung der Einzelausstellung von Alexander Popp „Sibirien. Horizonte und Gesichter“

    Eine neue Ausstellung im Deutsch-Russischen Haus in Moskau lädt den Besucher zu einer Reise durch die majestätischen Weiten Sibiriens und die einzigartige Kunstwelt des herausragenden Meisters, Mitglieds der Russischen Künstlervereinigung und der Kreativvereinigung der Russlanddeutschen, Alexander Alexandrowitsch Popp, ein. Die Ausstellung ist anlässlich des in der Russischen Föderation ausgerufenen Jahres der Einheit der Völker Russlands organisiert worden.

  • 1 10.02.2026

    Veranstaltungen

    Programm des Sprachklubs „rn_tandem“ am 14. Februar

    Der 14. Februar ist ein Tag, den man gerne auf besondere Weise verbringen möchte. Der deutsche Sprachklub „rn_tandem“ trifft sich zu einer Online-Veranstaltung, das dem 90. Geburtstag von Anna German gewidmet ist.

  • 1 10.02.2026

    „Ich möchte Geschichten erzählen und ehrlich darin sein“: Interview mit dem Schauspieler Alexander Porschin

    Alexander Porschin (deutscher Nachname Meiling), junger Schauspieler des Tschechow-Kunsttheaters Moskau, Filmschauspieler und Musicaldarsteller, Absolvent der Schauspielschule des Tschechow-Kunsttheaters Moskau (MChAT) und zugleich Vertreter der Russlanddeutschen steht erst am Anfang seiner professionellen Karriere, formt jedoch bereits selbstbewusst seine eigene künstlerische Sprache. Wir haben Alexander ins Deutsch-Russische Haus in Moskau eingeladen und mit ihm über seine Kindheit in Tscheljabinsk, Berufswahl, Theater und Kino, deutsche Wurzeln, Deutschland und Zukunftspläne gesprochen.

  • 1 09.02.2026

    „Jenseits des Bildes“: Ein Gespräch mit dem Fotografen Gennadi Grikow-Mayer

    Im Deutsch-Russischen Haus in Moskau findet die Fotoausstellung „Jahre, Ereignisse, Gesichter“ des Fotografen, Journalisten und Pädagogen Gennadi Grikow-Mayer statt. In einem Interview erzählte Gennadi, wie unauffällig die Fotografie nach und nach zu seinem Lebenswerk wurde, und teilte seine kreativen Prinzipien.

  • 1 09.02.2026

    „Deutsch ohne Angst vor Fehlern“: Ein Interview im Vorfeld des „Tolles Diktats“

    Vor der offenen gesamtrussischen Aktion „Tolles Diktat“ haben wir mit den Methodikerinnen der Online-Schule für Deutschlernen „BerlinerDeutsch“ – Olga Pawlowa und Nailja Tschatajewa – gesprochen. Über die Frage, wie „Tolles Diktat“ auch für erfahrene Lerner nützlich sein kann, warum Fehler die wichtigste Ressource beim Spracherwerb sind und über interessante Lifehacks, die das Lernen einfacher und spannender machen – in unserem Interview.

  • 1 09.02.2026

    „Diktat ohne Panik“: Wie man sicher und fehlerfrei auf Deutsch schreibt

    Verwechseln Sie Buchstaben, sind Sie sich bei der Rechtschreibung unsicher und haben Sie Angst vor Diktaten? Wir laden Sie zu einem praktischen Treffen ein, bei dem wir ohne Stress und Langeweile die häufigsten Fehler analysieren und Ihnen beibringen, wie Sie korrekt und sicher schreiben können.

  • 1 09.02.2026

    „Reise von St. Petersburg nach Berlin“: Konzert mit klassischer Musik im DRHM

    Am 13. Februar findet im Saal „Berlin“ des Deutsch-Russischen Hauses in Moskau ein Musikabend statt, der von der Atmosphäre europäischer Hauptstädte und der Romantik des Reisens inspiriert ist.

  • 1 09.02.2026

    Eine Symbiose aus Phonetik und Opernkunst: das erste offene Treffen 2026 im DRHM

    Am 11. Februar findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein offenes Treffen zu einem ungewöhnlichen Thema statt – der deutschen Vokalfonetik. Der erste Referent in diesem Jahr ist Roman Matwejew, Linguist, Übersetzer, Doktor der Philologie und Lehrer für deutsche Vokalphonetik im Jugendopernprogramm des Bolschoi-Theaters in Russland.

  • 1 06.02.2026

    „Deutscher Hof“ in Asowo: Schritte zum Erhalt des kulturellen Erbes und zur Entwicklung des Tourismus

    Im Gebiet Omsk wird ein ehrgeiziges Projekt umgesetzt – der Bau eines Deutschen Hofes, das auf den Erhalt des kulturellen Erbes und die Entwicklung des Tourismuspotenzials der Region abzielt. Dieses Projekt wurde durch die aktive Unterstützung sowohl privater Investoren als auch staatlicher Strukturen möglich. Hier erzählen wir mehr über den Bau des Ethnografischen und kulturerzieherischen Komplexes „Deutscher Hof“ in Asowo.

  • 1 05.02.2026

    Verschiedenes

    Die letzte Heldin: Maria Seifert ist verstorben

    Im Alter von 99 Jahren verstarb Maria Michailowna Seifert, Aktivistin der lokalen deutschen National-kulturellen Autonomie in Bogorodizk und Heldin des Dokumentarfilms „Die Unbeugsamen. Der Krieg und die Russlanddeutschen“.

  • ANDERE PROJEKTE

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