WINK, ALEXANDER ALEXANDROWITSCH (1917, Nowosaratowka, Gebiet Leningrad – 1987, Taschkent), Leichtathlet, Leichtathletiklehrer, Lehrer der Leichtathletikabteilung an der Lesgaft-Universität für Körperkultur, Sport und Gesundheit Leningrad und dem Usbekischen Staatlichen Institut für Körperkultur Taschkent, Verdienter Trainer Usbekistans. Teilnehmer des Großen Vaterländischen Krieges.
Wink stammte aus einer deutschen Familie aus der deutschen Kolonie Nowosaratowskaja im Bezirk Wsewoloschsk des Gebietes Leningrad. Er sprach Deutsch. Am Vorabend des Krieges lebte er in Leningrad (Straße Mira 25, Wohnung 27).
Nach dem Abschluss an der Lesgaft-Universität blieb er als Lehrer in der Sportabteilung. Zweimaliger Silbermedaillengewinner der Leichtathletikmeisterschaften der UdSSR: Charkiw, 1939; Moskau, 1940. Wink trainierte unter Leitung von L.G. Sulijew, dem Gründer der sowjetischen Schule des Speerwerfens.
Wink wurde im Juni 1941 vom regionalen Oktjabrski-Militärkommissariat Leningrad zur Armee eingezogen und am 29. Juni zur Leningrader Volksmilizarmee (LANO) geschickt. Als Teil eines aus Lehrern und Schülern der Lesgaft-Universität gebildeten Jagdfliegerbataillons nahm er wiederholt an Kampfhandlungen hinter den feindlichen Linien teil. Er wurde verwundet gefangen genommen und befand sich in Lagern in Estland (Viljandi), Litauen und anderswo. Nach seiner Repatriierung im Jahr 1945 wurde er zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt, die er in Karaganda und anderen Lagern verbüßte. 1955 wurde er freigelassen. Seine Mutter wurde von Leningrad aus über die „Straße des Lebens“ nach Sibirien deportiert.
Nach seiner Freilassung lebte und arbeitete Wink in Taschkent und unterrichtete Leichtathletik am Institut für Körperkultur. Er trainierte erfolgreich Kugelstoßer, Diskuswerfer und Hammerwerfer. Sein Schüler Egon Andris lag 1963 (mit einem Ergebnis von 67,57 m) am Ende des Jahres unter den besten Hammerwerfern auf Platz neun der Welt und auf Platz drei der Sowjetunion. Zu berühmtesten Schülern von Wins zählen die internationale Sportmeisterin und Speerwerferin Galina Skalosubowa (Bykowa) (56,23 m, 1966) und die Weltrekordhalterin Tatjana Birjulina, die als erste der Welt die 70-Meter-Marke im Speerwurf überwand (70,08 m, 1980).
Jedes Jahr ist Usbekistan Gastgeber des Republikanischen Leichtathletik-Wurfwettbewerbs zu Ehren des Verdienten Trainers Usbekistans A. A. Wink.
Wink war verheiratet und zog eine Adoptivtochter groß. Er starb 1987, wenige Tage vor seinem siebzigsten Geburtstag.
Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.
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