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ARTIKEL
AMNESTIE DES JAHRES 1924

Die AMNESTIE 1924 wurde in der ASSR der Wolgadeutschen anlässlich der Gründung der Republik durchgeführt. Gemäß der Resolution des Zentralen Exekutivkomitees und des Rates der Volkskommissare der ASSR der WD vom 5. April 1924, die im Einvernehmen mit der obersten Führung der UdSSR angenommen wurde, wurden Arbeiter und Bauern, die „an politischem Banditentum auf dem Territorium der ASSR der WD beteiligt waren“, sowie Personen, die geringfügige Straftaten begangen hatten, einer Amnestie unterzogen. Gleichzeitig wurde den Emigranten die Rückkehr in ihre Heimat gestattet. Die Amnestie erstreckte sich nicht auf „aktive Feinde der Sowjetmacht“.

In der Praxis wurde die Amnestie nur in sehr begrenztem Umfang durchgeführt, hatte einen klar definierten Klassencharakter und wurde in erster Linie zu Propagandazwecken eingesetzt. Gleichzeitig beschränkten sich die Rechte der Organe der ASSR der WD während der Amnestie auf die Möglichkeit, beim Allrussischen Zentralen Exekutivkomitee (WZIK) eine Amnestie für bestimmte Sträflinge zu beantragen, das jedoch die endgültige Entscheidung traf.

Auch das Verfahren zur Rückkehr von Emigranten, die Russland bereits vor Oktober 1917 hauptsächlich in Richtung USA und Deutschland verlassen hatten, unterlag verschiedenen Beschränkungen. Insbesondere verabschiedete die Ständige Kommission des Rates für Arbeit und Verteidigung der UdSSR für landwirtschaftliche und industrielle Auswanderung am 11. Oktober 1926 ein Sonderdekret, wonach die Rückauswanderung nur dann zulässig war, wenn „der Rückauswanderer in den Haushalt seiner Verwandten (Eltern, Ehefrau, Kinder usw.) zurückkehrte, für deren Unterhalt seine Ankunft als zusätzlicher Arbeiter erforderlich ist.“ Auf Grundlage dieses Dekrets weigerten sich die Organe des Volkskommissariats für Auswärtige Angelegenheiten (NKID) der UdSSR, Hunderte von Emigranten in ihre Heimat zurückzuschicken. Am 20. Mai 1927 wurde dem Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare der ASSR der WD V. Kurtz auf einer Sitzung des Sekretariats des Zentralkomitees der Kommunistischen Allunions-Partei (Bolschewiki) mitgeteilt, dass die beharrlichen Forderungen der Führung der deutschen Autonomie nach der Rückkehr der Emigranten „der allgemeinen Politik zuwiderlaufen, die das Volkskommissariat für Auswärtige Angelegenheiten im Auftrag des Zentralkomitees verfolgt“. Dies hatte zur Folge, dass bis Ende der 1920er Jahre nur etwa 15 Prozent derjenigen, die in das Wolgagebiet zurückkehren wollten, tatsächlich zurückkehrten.

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ÜBER DIE ENZYKLOPÄDIE

Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.

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NACHRICHTEN
RUSDEUTSCH
  • 1 27.02.2026

    Kulturhistorisches Seminar – 2026: Die Bewerbungsphase ist eröffnet!

    Vom 22. bis 26. April 2026 findet im Deustch-Russischen Haus in Moskau das XI. jährliche kulturhistorische Seminar statt, der der Geschichte, Kultur und den aktuellen Entwicklungsprozessen der Russlanddeutschen gewidmet ist. Das Projekt findet im Jahr der Einheit der Völker Russlands statt und bringt Studenten, junge Forscher und Wissenschaftler aus Russland, den GUS-Staaten und Deutschland zusammen.

  • 1 26.02.2026

    Veranstaltungen

    Anna German. Leise Worte der Liebe

    Das Jubiläumsprogramm zu Ehren des 90. Geburtstags von Anna German vereint ihre unvergesslichen Lieder, persönliche Briefe und Erinnerungen und lässt die Stimme der Sängerin, die zum Symbol für Aufrichtigkeit, Zärtlichkeit und Liebe geworden ist, in neuem Glanz erstrahlen.

  • 1 24.02.2026

    Tolles Diktat

    „Tolles Diktat 2026“ wurde online gestartet: Die deutsche Sprache vereinte Tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ganzen Land

    Am 20. Februar fand die traditionelle Online-Übertragung der Gesamtrussischen offenen Aktion „Tolles Diktat“ statt, die bereits zum 14. Mal deutsche Sprachliebhaberinnen und -liebhaber in ganz Russland vereinte. Sie bot die Gelegenheit, das eigene Können zu testen und Teil einer großen Sprachgemeinschaft zu werden.

  • 1 20.02.2026

    Tolles Diktat

    „Tolles Diktat“ ist mehr als nur eine Aktion: „Alte Hasen“ über die Bedeutung des Diktats in ihrem Leben

    2026 findet die Gesamtrussische offene Aktion „Tolles Diktat“ zum 14. Mal statt (vom 16. bis 28. Februar)! Die Idee entstand in Tomsk: Das erste Diktat auf Deutsch wurde von Schülern der sibirischen Stadt geschrieben. Damals hätte sich jedoch niemand vorstellen können, dass die Veranstaltung einmal landesweit und dank ihres Online-Formats sogar international Verbreitung finden und Deutschbegeisterte aus verschiedenen Städten und Ländern zusammenbringen würde.

  • 1 19.02.2026

    Tolles Diktat

    Ausgangspunkt: Im DRHM wurde ein Diktat in deutscher Sprache geschrieben

    Am 16. Februar startete in Moskau die offene gesamtrussische Aktion „Tolles Diktat“. Die Aktion ist an den Internationalen Tag der Muttersprache der UNESCO geknüpft, der am 21. Februar begangen wird. In diesem Jahr findet das Diktat vom 16. bis 28. Februar statt. Die Teilnahme steht allen offen, die sich für die deutsche Sprache und die Kultur der Russlanddeutschen interessieren.

  • 1 18.02.2026

    Offene Treffen

    Dialekte der Russlanddeutschen: Offenes Treffen mit Julia Sosljuk

    Am 24. Februar findet in Kaliningrad ein offenes Treffen mit linguistischem Schwerpunkt statt, das den Dialekten der Russlanddeutschen gewidmet ist. Die Gäste erwartet eine spannende Veranstaltung, die von Julia Sosljuk, Leiterin des Clubs „Kulturcode der Russlanddeutschen“, Fremdsprachenlehrerin und Dialektologin, moderiert wird.

  • 1 18.02.2026

    Nachrichten aus den Regionen

    „Erbe in Farben“: Ausstellung im Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Jekaterinburg

    Am 19. Februar lädt das Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Jekaterinburg zur Eröffnung der Ausstellung „Erbe in Farben“ ein, die sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem kulturellen Erbe der Russlanddeutschen in der Wolgaregion befasst.

  • 1 18.02.2026

    Offene Treffen

    „Mein Stern ist mein Lied“: Offenes Treffen zum Gedenken an Anna German

    Vor 90 Jahren, am 14. Februar, wurde eine Sängerin geboren, deren Lieder den Zuhörern bis heute Freude und Trost spenden. Ihr Name ist Anna German. In Erinnerung an dieses freudige Ereignis findet am 20. Februar ein öffentliches Treffen mit Maria Belochwostowa in der Omsker Staatlichen Universität statt.

  • 1 18.02.2026

    Offene Treffen

    Märchenhafter Karneval in Jekaterinburg: Offenes Treffen mit Olga Kolpakowa

    Das neue offene Treffen mit der Kinderbuchautorin Olga Kolpakowa widmet sich Märchen, Karnevalskultur und dem spielerischen Erlernen der deutschen Sprache. Die Gäste erwarten neue Sichtweisen auf bekannte Geschichten und die Atmosphäre eines fröhlichen Märchenfestes.

  • 1 13.02.2026

    Veranstaltungen

    Eröffnung der Einzelausstellung von Alexander Popp „Sibirien. Horizonte und Gesichter“

    Eine neue Ausstellung im Deutsch-Russischen Haus in Moskau lädt den Besucher zu einer Reise durch die majestätischen Weiten Sibiriens und die einzigartige Kunstwelt des herausragenden Meisters, Mitglieds der Russischen Künstlervereinigung und der Kreativvereinigung der Russlanddeutschen, Alexander Alexandrowitsch Popp, ein. Die Ausstellung ist anlässlich des in der Russischen Föderation ausgerufenen Jahres der Einheit der Völker Russlands organisiert worden.

  • ANDERE PROJEKTE

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