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ARTIKEL
HOLLANDUKRAINE , kommerzielle Organisation, die auf dem Territorium der deutschen Kolonien in der Ukraine 19231927 wirkte

«HOLLAND-UKRAINE», in den Jahren 1923-27 auf dem Territorium der in der Ukraine gelegenen deutschen Kolonien tätige kommerzielle Organisation, die auf Initiative der holländischen mennonitischen Gemeinden in der Nähe des Dorfes Rückenau (Bezirk Bolschoj Tokmak, Rayon Molotschansk, Gouvernement  Jekaterinoslaw, nach 1924 Deutscher Nationalrayon Molotschansk) gegründet wurde, um den mennonitischen Kolonien in der Ukrainischen SSR Hilfe zu leisten. Nachfolgeorganisation des karitativen „Holländischen Mennonitischen Hilfswerks“. Geleitet wurde die Organisation von dem in Amsterdam ansässigen Telders, ihr offizieller Repräsentant in der Ukraine war R. Villink, Partnerorganisation vor Ort war der „Bund der Nachkommen Holländischer Auswanderer in der Ukraine“ Die von der Organisation „Holland-Ukraine“ betriebene Tätigkeit wurde durch einen „Vorvertrag“ vom 11. Juni 1923 und den „Vertrag über die Konzessionsgründung“ vom 10. Juni 1926 reglementiert, denen zufolge die langfristige Pacht großer auf dem Territorium der mennonitischen Kolonien gelegener Landstücke (1.200-3.000 Hektar) und deren gemeinsam mit der Bevölkerung der Kolonien betriebene Bewirtschaftung vorgesehen war. Das Unternehmen verfügte über ein Kapital von 190.000 Rubeln. „Holland-Ukraine“ verfügte über Landwirtschaftstechnik (acht Traktoren, acht Pflüge, 13 Eggen, Erntemaschinen und Kraftfahrzeuge) im Wert von insgesamt 49.570 Rubeln. 1926 wandte sich Villink mit der Bitte um Verlängerung der Geltungsdauer des Konzessionsvertrags und Ausweitung der gepachteten Flächen an die Regierung der Ukrainischen SSR, erhielt aber eine Absage. Mit der Auflösung des „Bundes der Nachkommen Holländischer Auswanderer“, der einsetzenden Massenemigration der Mennoniten aus der Sowjetunion und der Abkehr der Sowjetregierung von der zur Zeit der Neuen Ökonomischen Politik betriebenen Konzessionspolitik stellte auch die Organisation „Holland-Ukraine“ ihre Tätigkeit ein.

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ÜBER DIE ENZYKLOPÄDIE

Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.

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NACHRICHTEN
RUSDEUTSCH
  • 1 27.05.2026

    Interview

    „Das Theater ist kein abbildender Spiegel, sondern ein Brennglas“: Polina Sacharowa über die Kraft der Bühnenkunst

    Kann man gleichzeitig als Schauspieler agieren und die Regie für das eigene Stück führen? Was genau versteht man unter einem Mosaik-Theaterstück? Und wie können persönliche Erinnerungen zu einem tragenden Faden im großen „Teppich“ der Geschichte werden? Diese und viele weitere Fragen beantwortete uns Polina Sacharowa – Regisseurin, Schauspielerin und Intendantin des Theaters der Stadt Tjumen „Mimikrija“.

  • 1 26.05.2026

    Veranstaltungen

    „Leise Worte der Liebe“: Musikalisch-biografischer Abend zum 90. Geburtstag von Anna German

    Am 7. Juni findet im Zentrum für Jugendsozialisierung in Samara das Jubiläums-Musik- und Biografieprogramm „Anna German. Leise Worte der Liebe…“ statt, das dem 90. Geburtstag der legendären Sängerin gewidmet ist. Der Abend findet im Rahmen des Forums-Festivals der Russlanddeutschen statt und vereint Musik, Erinnerungen, Briefe und das gesprochene Wort, sodass die Zuschauer das Schaffen von Anna German auf neue Weise hören und erleben können.

  • 1 26.05.2026

    Veranstaltungen

    „Erzähl mir eine Geschichte“: Solo-Akustikkonzert von Aljona Pol im Rahmen des Forum-Festivals

    Am 8. Juni findet im Zentrum für Jugendsozialisierung in Samara das akustische Solokonzert von Aljona Pol „Erzähl mir eine Geschichte“ statt – ein musikalischer Abend voller lebendiger Klänge, aufrichtiger Gespräche und einer Atmosphäre tiefer emotionaler Verbundenheit. Das Konzert findet im Rahmen des Forums-Festivals der Russlanddeutschen statt und wird zu einer der intimsten und gefühlvollsten Veranstaltungen des Festivalprogramms.

  • 1 25.05.2026

    Interview

    Chorleiterin Julia Stach und ihr Frauenensemble: Vom „Mütter-Chor“ zur großen TV-Show

    „Meine Mission ist es, Frauen für die kreative Welt zu begeistern“, sagt die Chorleiterin Julia Stach über sich selbst. Seit fast zehn Jahren leitet sie den Frauen-Coverchor „Pripewotschki“ (dt. „Die Singvögelchen“). Erst kürzlich trat das Ensemble in der bekannten TV-Show „Nu-ka, wse wmeste! Chorom!“ (dt. „Los, alle zusammen! Im Chor!“) auf dem Fernsehsender „Rossija-1“ auf, wo sie sich mit den besten Chören des ganzen Landes maßen.

  • 1 22.05.2026

    Offene Treffen

    Hochzeit auf deutsche Art: Offenes Treffen über die Hochzeitstraditionen der Russlanddeutschen

    Am 25. Mai findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein offene Treffen mit Dmitrij Weiman statt, das den Hochzeitstraditionen der Russlanddeutschen gewidmet ist. Die Teilnehmer des Treffens lernen den Ablauf einer traditionellen deutschen Hochzeit, ihre regionalen Besonderheiten und ihren historischen Wandel kennen und tauchen anhand von Archivfotos, folkloristischen Materialien und ethnografischen Quellen in die Atmosphäre familiärer Rituale ein.

  • 1 21.05.2026

    Interview

    Sehen und bemerken – wo liegt der Unterschied? Die visuellste Kategorie des Wettbewerbs „Freunde der deutschen Sprache“

    Am 27. April startete die Bewerbungsphase für den X. Gesamtrussischen Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“. Im Jahr 2026 können die Teilnehmenden ihr Können in sechs Kategorien unter Beweis stellen. Wo findet man die Inspiration für die Fotokategorie „Deutsche Spuren: Geschichte im Fokus“? Das erzählen wir Ihnen gemeinsam mit Alexander Schulandt, dem Vorsitzenden des Moskauer Jugendklubs der Russlanddeutschen „Warum бы и nicht“.

  • 1 19.05.2026

    Veranstaltungen

    Das akustische Solokonzert von Dascha Wiens „Auf der Suche nach sich selbst“

    Am 27. Mai beschließt das Deutsch-Russische Haus die Kultursaison und läutet den Sommer mit einem herzlichen und authentischen Solokonzert von Dasсha Wiens ein. Die Gäste erwartet ein Abend mit lebendiger Singer-Songwriter-Musik, lyrischen Texten und Gesprächen darüber, wie man mutig seinen Träumen folgt, neue Wege einschlägt und im Trubel des Alltags sein inneres Leuchten nicht verliert.

  • 1 19.05.2026

    Wettbewerbe, Ausschreibungen

    Annahme von Bewerbungen für Gesamtrussischen Wettbewerb „Russlands herausragende Deutsche – 2026“ gestartet!

    Die Bewerbungsfrist für den Gesamtrussischen Wettbewerb „Russlands herausragende Deutsche – 2026“ hat begonnen. Das ist eines der größten Projekte, das auf die Bewahrung des historischen Erbes, die Förderung talentierter Vertreter der Gemeinschaft der Russlanddeutschen und die Bekanntmachung ihres Beitrags zur Entwicklung von Kultur, Wissenschaft, Bildung, Sport und gesellschaftlichem Leben des Landes abzielt.

  • 1 18.05.2026

    Sport

    Kultur- und Sportprojekt für Russlanddeutsche im Gebiet Orenburg erfolgreich beendet

    Vom 30. April bis zum 8. Mai fand im Gebiet Orenburg das „Kultur- und Sprachcamp mit Sportkomponente für Aktivisten aus den Reihen der Russlanddeutschen“ statt. Zu den Teilnehmern des Projekts gehörten die Fußballer der Auswahlmannschaft „RusDeutsch“, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert.

  • 1 15.05.2026

    Nachrichten aus den Regionen

    Gemeinsam die Geschichte weiterschreiben: Ethnokulturelles Treffen im Gebiet Iwanowo

    Vom 2. bis 7. April hat im Dorf Semigorje des Gebietes Iwanowo eine ethnokulturelle Sprachplattform stattgefunden, die Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener Generationen des Zentrums der deutschen Kultur „Hoffnung“ und der Deutschen National-Kulturellen Autonomie „Glauben“ der Stadt Kineschma zusammenbrachte.

  • ANDERE PROJEKTE

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