BERENS, Jewgeni Andrejewitsch, * 4. Mai 1809 (anderen Quellen zufolge 1. oder 4. Juni) 1810 in Obuchowo, † 18. September 1878 in St. Petersburg. Admiral (1874), Mitglied des Admiralitätsrats (1866), Seefahrer, Erforscher des mittleren Ozeaniens.
Berens war der Sohn des Mitbesitzers der Pulverfabrik in Obuchowo Unterstabsmajor außer Dienst Andrei Andrejewitsch Berens (* 1777, † 1820) und dessen Ehefrau Jelena, geborene von Alopaeus. In den Jahren 1822-26 lernte Berens am Marinekadettenkorps. 1826 wurde er zum Unterleutnant zur See befördert und fuhr 1827 an Bord der Fregatte „Merkur“ von Kronstadt nach Portsmouth und zurück. In den Jahren 1828-30 machte er an Bord des unter dem Kommando von Kapitänsleutnant Ludwig von Hagemeister stehenden Transportschiffs „Krotki“ eine Weltumseglung mit Anlauf von Kamtschatka und Russisch-Amerika. Er war an der Entdeckung des Menschikow-Atolls (Kwajalein) und der präzisen Bestimmung der Lage einiger Inseln des Marshall-Archipels beteiligt. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Leutnant befördert.
1831 fuhr Berens an Bord der 44-Kanonen-Fregatte „Olga“ unter dem Kommando P.N. Lugwenews von Kronstadt nach Danzig. 1833 kreuzte er an Bord des von Korvettenkapitän Michail Stanjukowitsch kommandierten 74-Kanonenschiffs „Großfürst Michail“ durch das Schwarze Meer. In den Jahren 1834-36 machte er im Rang eines Oberoffiziers an Bord des von Kapitänleutnant Johann Eberhardt von Schantz kommandierten Transportschiffs „Amerika“ seine zweite Weltumseglung, bei der erneut Kamtschatka und Russisch-Amerika angelaufen wurden. Im Rahmen dieser Fahrt war Berens an der Entdeckung von dreizehn Koralleninseln des Marshall-Archipels beteiligt, die den Namen Schantz-Atoll erhielten. Nach der Rückkehr in die Heimat wurde er zum Kapitänleutnant befördert und zum Kommandeur des Transportschiffs „Amerika“ ernannt, das unter seinem Kommando von Kronstadt nach Stockholm und zurück fuhr. 1837 trat er in den Dienst der Russland-Amerika-Gesellschaft und fuhr in den Jahren 1837-39 als Kommandant des Schiffes „Nikolai“ in der damaligen Rekordzeit von 8 Monaten und 6 Tagen (Hinfahrt) und 7 Monaten und 14 Tagen (Rückfahrt) von Kronstadt nach Neu-Archangelsk und zurück, wobei der Weg zur Baranow-Insel (Russisch Amerika) um Kap Hoorn herum führte.
Von 1840 bis 1855 diente Berens in der Ostseeflotte. 1840 kommandierte er die Korvette „Nawarin“ und wurde mit dem Orden des Heiligen Stanislaw der 3. Stufe ausgezeichnet. Im folgenden Jahr kommandierte er die 44-Kanonen-Fregatte „Zesarewna“ bei der Überführung von Petersburg nach Kronstadt. In den Jahren 1842-44 kommandierte er die 44-Kanonen-Fregatte „Melpomene“ und das Schiff „Leipzig“. 1844 wurde er mit dem Orden der Heiligen Anna der 3. Stufe ausgezeichnet.
1845 kommandierte Berens das 3. Bataillon der Ruderflottille auf der Kronstädter Reede. Im folgenden Jahr wurde er zum Fregattenkapitän befördert und zum Kommandanten des Schiffes „St. Andrei“ ernannt. 1848 wurde er zum Kapitän zur See befördert.
Berens wurde mit dem Orden der Heiligen Anna der 2. Stufe (1850), dem Orden des Heiligen Georg der 4. Stufe („Für makellosen Dienst in Offiziersrängen und 18 sechsmonatige Seekampagnen“; 1852) und dem Orden des Heiligen Wladimir der 4. Stufe (1852) ausgezeichnet.
Während des Krimkriegs nahm Berens als Kommandant des 72-Kanonen-Dampfschiffs „Konstantin“ an der Verteidigung Kronstadts gegen die englisch-französische Flotte teil. 1855 wurde er zum Konteradmiral befördert und zum Kommandanten der 3. Brigade der 1. Flottendivision ernannt. Nach Ende des Krimkriegs kommandierte er in den Jahren 1856-57 auf dem Flaggschiff „Wyborg“ ein Geschwader im Mittelmeer. 1857 wurde er mit dem Orden des Heiligen Wladimir der 3. Stufe und im Folgejahr mit dem Orden des Heiligen Stanislaw der 1. Stufe ausgezeichnet.
1859 fuhr Berens als Stellvertretender Kommandant eines Schul- und Testgeschwaders auf der Ostsee und wurde mit dem Orden der Heiligen Anna der 1. Stufe ausgezeichnet.
Nach der Umstrukturierung der Ostseeflotte wurde er zum Unter-Flaggoffizier ernannt und kommandierte 1861 einen Dampfschiffsverband auf der Ostsee. 1862 war er Hafenkommandant und Militärgouverneur Kronstadts. 1863 wurde er zum Ober-Flaggoffizier der Baltischen Dampfflotte und zum Stellvertretenden Hauptkommandanten des Kronstädter Hafens ernannt. Am 1. Januar 1864 wurde er für seine Verdienste zum Vizeadmiral befördert und 1865 mit dem Orden des Heiligen Wladimir der 2. Stufe ausgezeichnet. 1870 wurde er mit dem Weißadlerorden ausgezeichnet. Am 1. Januar 1874 wurde er zum Admiral befördert.
Bei der Neustrukturierung der Flotte arbeitete Berens in den folgenden Kommissionen eng mit Generaladmiral Großfürst Konstantin Nikolajewitsch zusammen: 1) Kommission für die Organisation der Kronstädter und Petersburger Magazine und deren Bestückung mit den im Hafen und auf See benötigten Ausrüstungsgegenständen; 2) Kommission für die Bestimmung der Menge der für den Betrieb der Dampfschiffe benötigten Materialien und Ersatzteile; 3) Kommission für die Ausarbeitung eines neuen Statuts über die Menge der für die Schiffe benötigten neuen Beleuchtung; 4) Kommission für die Bestimmung des für den Schiffbau benötigten Materials; 5) Kommission für die Frage der Auflösung von Flottendivisionen; 6) Kommission für die Ausarbeitung eines neuen Statuts über die an die Schiffskommandeure auszuzahlenden Tisch- und Tagegelder; 7) Kommission für die Neugestaltung des Flottenstatuts.
Berens ist auf dem Nowodewitschi-Friedhof begraben. Er war mit Elisabeth-Caroline (Jelisaweta Karlowna), geborene Schefner (* 18.12.1828, † 5.05.1893) verheiratet, mit der er einen Sohn (Andrei, * 3.06.1850, † 19.03.1884) und eine Tochter (Maria, * 21.06.1847) hatte.
Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.
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