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OLDEKOP Karl Fjodorowitsch // (1776–1831). Offizier, Flügeladjudant (1806), Generalleutnant (1821)

OLDEKOP, Karl Theodor von (Karl Fjodorowitsch), * 6. Januar 1776 in Dorpat, † 15. Juni 1831 in Dubrowna (Gouvernement Mogiljow). Offizier, Flügeladjutant (1806), Generalleutnant (1821).

Entstammte dem livländischen Adel. Wurde im Alter von 7 Jahren als Sergeant in den Armeedienst aufgenommen und drei Jahre später an das Preobraschenski Leibgarderegiment überschrieben. 1794 Wachtmeister in der Leibgarde des Kavallerieregiments. 1795 Hauptmann des Tschernigower Infanterieregiments. 1798 Major. 1799 vom Dienst zurückgestellt, 1800 wieder in den Dienst aufgenommen und zum Oberstleutnant befördert. 1805 Adjutant des Generals und Korpskommandanten I.N. Essen. Im April 1806 zum Oberst befördert; erhielt das Kommando über das Musketierregiment der Krim, mit dem er im Russisch-Türkischen Kriegs von 1806–12 an der Einnahme der Festung Chotyn (1806) beteiligt war. 1807 nahm er als Stabsoffizier vom Dienst im Korps I.N. Essens an den Schlachten bei Ostrowno und Ostrolenka teil und wurde mit dem Orden des Heiligen Wladimir 4. Stufe am Band und dem preußischen Orden „Pour le Mérite“ ausgezeichnet.

Im März 1808 zog er den Unmut des Zaren Alexander I. auf sich, woraufhin ihm der Rang des Flügeladjutanten entzogen wurde. Er wurde zur Moldau-Armee entsandt, mit der er gegen die Türken kämpfte. Auf dem Posten des Stabsoffiziers vom Dienst war er an der Belagerung und Einnahme von Constantza, an den Kämpfen bei Rassewat (anschließend wieder zum Flügeladjutanten befördert), an der Blockade der Festung Silistra sowie an der Schlacht bei Tataritsa beteiligt (ausgezeichnet mit dem Orden des Heiligen Wladimir 3. Stufe). Im Januar 1810 wurde Oldekop zum Chef des Alexepoler Musketierregiments ernannt, mit dem er bei Schumen und Russe kämpfte (ausgezeichnet mit dem Orden der Heiligen Anna 2. Stufe). Beim Sturm von Russe führte er eine Sondereinheit des Alexepoler Regiments. Zeichnete sich beim Sieg über die Türken bei Batin aus und wurde mit dem Orden des Heiligen Georg 4. Stufe ausgezeichnet.

Im Vaterländischen Krieg von 1812 diente Oldekop als General vom Dienst der 3. Westarmee und nahm an den Schlachten bei Kobrin (ausgezeichnet mit dem goldenen Tapferkeitsdegen), Pruschany und Gordetschno teil (31. Juli 1812, anschließend zum Generalmajor befördert). Nach dem Zusammenschluss mit der 3. Moldau-Armee blieb er auf seinem früheren Posten. In den Jahren 1813-14 und 1815 nahm er an den Feldzügen des Sechsten Koalitionskriegs teil. Für die Schlacht bei Kulm (1813) wurde er mit dem Orden der Heiligen Anna 1. Stufe und dem preußischen Rotadlerorden 2. Stufe, für die Völkerschlacht bei Leipzig mit dem Orden des Heiligen Wladimir 2. Stufe und für die Schlachten in Frankreich mit Diamantzeichen zum Orden der Heiligen Anna 1. Stufe ausgezeichnet.

1815 wurde er nach der Truppenschau bei Vertus höchster Gunst für würdig befunden. Im gleichen Jahr erhielt er den Großkreuz-Verdienstorden des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. 1826 wurde er mit dem Alexander Newski-Orden ausgezeichnet.

Bis zu seinem Übertritt in die Reserve (Februar 1829) diente Oldekop als General vom Dienst der 1. Armee.

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ÜBER DIE ENZYKLOPÄDIE

Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.

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NACHRICHTEN
RUSDEUTSCH
  • 1 22.05.2026

    Offene Treffen

    Hochzeit auf deutsche Art: Offenes Treffen über die Hochzeitstraditionen der Russlanddeutschen

    Am 25. Mai findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein offene Treffen mit Dmitrij Weiman statt, das den Hochzeitstraditionen der Russlanddeutschen gewidmet ist. Die Teilnehmer des Treffens lernen den Ablauf einer traditionellen deutschen Hochzeit, ihre regionalen Besonderheiten und ihren historischen Wandel kennen und tauchen anhand von Archivfotos, folkloristischen Materialien und ethnografischen Quellen in die Atmosphäre familiärer Rituale ein.

  • 1 19.05.2026

    Veranstaltungen

    Das akustische Solokonzert von Dascha Wiens „Auf der Suche nach sich selbst“

    Am 27. Mai beschließt das Deutsch-Russische Haus die Kultursaison und läutet den Sommer mit einem herzlichen und authentischen Solokonzert von Dasсha Wiens ein. Die Gäste erwartet ein Abend mit lebendiger Singer-Songwriter-Musik, lyrischen Texten und Gesprächen darüber, wie man mutig seinen Träumen folgt, neue Wege einschlägt und im Trubel des Alltags sein inneres Leuchten nicht verliert.

  • 1 19.05.2026

    Wettbewerbe, Ausschreibungen

    Annahme von Bewerbungen für Gesamtrussischen Wettbewerb „Russlands herausragende Deutsche – 2026“ gestartet!

    Die Bewerbungsfrist für den Gesamtrussischen Wettbewerb „Russlands herausragende Deutsche – 2026“ hat begonnen. Das ist eines der größten Projekte, das auf die Bewahrung des historischen Erbes, die Förderung talentierter Vertreter der Gemeinschaft der Russlanddeutschen und die Bekanntmachung ihres Beitrags zur Entwicklung von Kultur, Wissenschaft, Bildung, Sport und gesellschaftlichem Leben des Landes abzielt.

  • 1 15.05.2026

    Nachrichten aus den Regionen

    Gemeinsam die Geschichte weiterschreiben: Ethnokulturelles Treffen im Gebiet Iwanowo

    Vom 2. bis 7. April hat im Dorf Semigorje des Gebietes Iwanowo eine ethnokulturelle Sprachplattform stattgefunden, die Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener Generationen des Zentrums der deutschen Kultur „Hoffnung“ und der Deutschen National-Kulturellen Autonomie „Glauben“ der Stadt Kineschma zusammenbrachte.

  • 1 13.05.2026

    Veranstaltungen

    Erinnerung als Kunst: Begegnung mit der Regisseurin Polina Sacharowa im DRHM

    Am 13. Mai findet im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ein offenes Treffen mit der Regisseurin, Schauspielerin und Leiterin des Theaters „Mimikrija“ Polina Sacharowa statt. Das Gespräch widmet sich der Frage, wie familiäre und historische Erinnerung zur Grundlage von Theaterinszenierungen wird und sich in lebendige Bühnenkunst verwandelt.

  • 1 07.05.2026

    Offene Treffen

    In der Welt des Volkstanzes: Offenes Treffen mit den Leitern von Tanzensembles

    Am 11. Mai lädt das Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Kaliningrad zu einem offenen Tanztreffen ein. Die Leiterinnen der Ensembles aus Kaliningrad und Moskau, Olga Schadrina und Guselija Sirasijewa, werden den Gästen die Türen zur ausdrucksstarken Welt des Volkstanzes öffnen.

  • 1 04.05.2026

    Offene Treffen

    Das Erbe der Maniser: Offenes Treffen mit Darja Woronina

    Am 7. Mai wird den Gästen des Kultur- und Geschäftszentrums der Stadt Kaliningrad ein einzigartiges Phänomen der Kunstgeschichte vorgestellt – der Lebens- und Schaffensweg der Meister aus der Dynastie der Maniser. Referentin des offenen Treffens ist die Kunstvermittlerin, Künstlerin und Kunsthistorikerin, Kuratorin des Festivals für zeitgenössische Kirchenkunst „Sehen und Hören“ sowie Forscherin zum Schaffen der Künstler der Russlanddeutschen Darja Woronina.

  • 1 04.05.2026

    Nachrichten aus den Regionen

    Das Russisch-Deutsche Haus in Moskau schloss seine Sprachclubsaison mit dem zweiten Teil der Feierlichkeiten ab

    Das Deutsch-Russische Haus in Moskau veranstaltete den zweiten Teil des feierlichen Abschlusses der ethnokulturellen Sprachclubsaison, der den Teilnehmern der Kindergruppen am Sonntag gewidmet war. Die jungen Teilnehmer präsentierten kreative Darbietungen, nahmen an Workshops teil und zeigten ihre Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache und der Kultur der Russlanddeutschen.

  • 1 30.04.2026

    Offene Treffen

    „Wir selbst“ – Roman und lebendige Erinnerung: In Tomsk findet offenes Treffen mit Alexander Heier statt

    Am 30. April findet in Tomsk ein offenes Treffen mit Alexander Heier, dem Direktor des Deutsch-Russischen Hauses in Tomsk, statt. Die Teilnehmer erfahren mehr über das Schicksal des Schriftstellers Gerhard Sawatzky, seinen Roman und die Rolle der deutschen Sprache bei der Bewahrung des historischen Gedächtnisses der Russlanddeutschen.

  • 1 30.04.2026

    Veranstaltungen

    Der gesamtrussische Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“ startet!

    Am 27. April fiel der Startschuss für den 10. gesamtrussischen Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“. In diesem Jahr feiert das Projekt sein Jubiläum und bringt weiterhin Teilnehmer aus dem ganzen Land zusammen, wobei sechs thematische Kategorien für verschiedene Altersgruppen angeboten werden.

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