BRINCKEN Leopold Alexander (Leopold Friedrichowitsch) von den (8. März 1858 – 29. August 1925, Bari, Apulien, Italien), Baron, Militär, General-Leutnant (1915). Aus dem Geschlecht von den Brincken, evangelisch-lutherischer Konfession; Bruder von Baron A. F. von den Brincken. Absolvierte das Militärgymnasium Polozk (1876), die 1. Militärberufsschule Pawlowsk (1878) ab. Aus der Berufsschule wurde er am 16. April 1878 als Fähnrich mit Versetzung in das Grenadierregiment der Leibgarde entlassen; innerhalb von 6 Jahren und 9 Monaten befehligte er eine Kompanie, innerhalb von 1 Jahr und einem Monat – ein Bataillon; Oberst (6. Dezember 1900). Ab dem 7. Juli 1906 Kommandeur des 95. Krasnojarsker Infanterieregiments, ab 29. März 1907 Kommandeur der Leibgarde des Sankt Petersburger Regiments „König Friedrich Wilhelm III.“ (mit Verleihung des Rangs des General-Majors am 31. Mai 1907 in der Position bestätigt). Am 30. Mai 1912 wurde zum Kommandeur der 1. Brigade der 1. Gardeninfanteriedivision – sog. „Peterbrigade“ (Preobraschenskij- und Semionowskij-Regimente der Leibgarde) bestellt.
Nach Beginn des Ersten Weltkrieges trat er unter Leitung der Brigade an die Front. Erlitt während der Kämpfe im Januar 1915 eine Quetschung. Am 30. Januar 1915 mit einer Georgswaffe ausgezeichnet, wurde außerdem 1915 mit den Orden der Hl. Anna des 1. Grades mit Schwertern und des Hl. Vladimir des 2. Grades mit Schwertern ausgezeichnet. Wurde am 3. April 1915 zum Kommandeur der 28. Infanteriedivision (mit Verleihung des Rangs des General-Leutnants am 8. Mai 1915 in der Position bestätigt) ernannt. Am 26. April 1916 mit dem Orden des Weißen Adlers mit Schwertern ausgezeichnet. Verlor nach der Februarrevolution infolge der großzügigen Säuberung der Armee von „Monarchisten“ seinen Posten und wurde am 18. April 1917 in die Rangreserve bei dem Stab des Minsker Militärdistrikts aufgenommen. Wurde am 21. September aus dem Dienst aus Krankheitsgründen mit Uniform und Rente entlassen.
Siedelte nach dem Oktoberumsturz 1917 in den Kaukasus um, wo er der Weißen Armee beitrat. Brincken wurde am 18. Februar 1919 in die Rangreserve bei dem Stab der Kaukasischen Freiwilligenarmee und am 22. Juli bei dem Stab des Oberkommandierenden der Militärkräfte des Südens von Russland aufgenommen; General der Infanterie. Nach der Niederlage der Weißen Armeen emigrierte er nach Jugoslawien, Vorsitzender der jugoslawischen Gruppe der Vereinigung der Leibgarde des Petrograder Regiments in Belgrad. Siedelte später nach Italien um.
Ehefrau – Anna Michailowna, geb. Michailowskaja (?–1928).
Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.
1 08.05.2026
Offene Treffen
„Ich möchte bei allem zum Kern der Sache vordringen“: Offenes Treffen über die Harmonie von Sprache und KörperAm 15. Mai findet im Deutsch-Russischen Haus in Omsk ein offenes Treffen statt, bei der eine harmonische Verschmelzung der Künste präsentiert wird. Moderiert wird sie von „dem Tänzer der Worte“ – so wird Arnold Rainik in Perm genannt, Preisträger russischer und internationaler Wettbewerbe, künstlerischer Leiter und Choreograf des Autorentanztheaters „Lallen“.
1 07.05.2026
Offene Treffen
In der Welt des Volkstanzes: Offenes Treffen mit den Leitern von TanzensemblesAm 11. Mai lädt das Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Kaliningrad zu einem offenen Tanztreffen ein. Die Leiterinnen der Ensembles aus Kaliningrad und Moskau, Olga Schadrina und Guselija Sirasijewa, werden den Gästen die Türen zur ausdrucksstarken Welt des Volkstanzes öffnen.
1 04.05.2026
Offene Treffen
Das Erbe der Maniser: Offenes Treffen mit Darja WoroninaAm 7. Mai wird den Gästen des Kultur- und Geschäftszentrums der Stadt Kaliningrad ein einzigartiges Phänomen der Kunstgeschichte vorgestellt – der Lebens- und Schaffensweg der Meister aus der Dynastie der Maniser. Referentin des offenen Treffens ist die Kunstvermittlerin, Künstlerin und Kunsthistorikerin, Kuratorin des Festivals für zeitgenössische Kirchenkunst „Sehen und Hören“ sowie Forscherin zum Schaffen der Künstler der Russlanddeutschen Darja Woronina.
1 30.04.2026
Offene Treffen
„Wir selbst“ – Roman und lebendige Erinnerung: In Tomsk findet offenes Treffen mit Alexander Heier stattAm 30. April findet in Tomsk ein offenes Treffen mit Alexander Heier, dem Direktor des Deutsch-Russischen Hauses in Tomsk, statt. Die Teilnehmer erfahren mehr über das Schicksal des Schriftstellers Gerhard Sawatzky, seinen Roman und die Rolle der deutschen Sprache bei der Bewahrung des historischen Gedächtnisses der Russlanddeutschen.
1 30.04.2026
Veranstaltungen
Der gesamtrussische Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“ startet!Am 27. April fiel der Startschuss für den 10. gesamtrussischen Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“. In diesem Jahr feiert das Projekt sein Jubiläum und bringt weiterhin Teilnehmer aus dem ganzen Land zusammen, wobei sechs thematische Kategorien für verschiedene Altersgruppen angeboten werden.
1 29.04.2026
Offene Treffen
Deutsches Jekaterinburg: Offenes Treffen über Geschichte der deutschen Gemeinde auf dem StadtplanIn Jekaterinburg findet ein offenes Treffen mit der Kandidatin der Kulturwissenschaften Jekaterina Kaluschnikowa statt, das der Geschichte der deutschen Gemeinde gewidmet ist. Die Teilnehmer erfahren, welche Rolle die Deutschen bei der Entstehung der Stadt gespielt haben – von der Industrie bis hin zu Bildung und Wissenschaft.
1 28.04.2026
Veranstaltungen
Abschlussfeier der Sprachclubsaison im Deutsch-Russischen Haus in Moskau: erste Teil des FeiertagesAm 18. April hat im Deutsch-Russischen Haus in Moskau die Abschlussfeier der ethnokulturellen Sprachclubsaison stattgefunden. Die Teilnehmenden besprachen die Ergebnisse der Arbeit, präsentierten kreative Darbietungen und betonten in ungezwungener Atmosphäre die Bedeutung des Erhalts der Sprache, der Traditionen und der kulturellen Identität der Russlanddeutschen.
1 27.04.2026
Eliteförderung/Avantgarde
Generationendialog und neue Ideen: Kulturhistorisches Seminar im Deutsch-Russischen Haus in MoskauAm 25. April war der letzte Tag des jährlichen Kulturhistorischen Seminars im Deutsch-Russischen Haus in Moskau. Zum elften Mal brachte es Nachwuchswissenschaftler sowie führende Experten aus dem ganzen Land zusammen. Über mehrere Tage diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen, präsentierten ihre Forschungsergebnisse und suchten nach neuen Entwicklungsfeldern.
1 26.04.2026
Interview
„Hierher möchte man immer wieder zurückkehren“: Erfahrungsberichte der ständigen Teilnehmer des Kulturhistorischen SeminarsDas Kulturhistorische Seminar verbindet seit elf Jahren Forscherinnen und Forscher, für viele von ihnen ist es eine bedeutende Station auf ihrem akademischen Weg. Wir haben mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesprochen, die immer wieder hierher zurückkehren, darüber, wie sich ihre Erfahrungen verändern, worauf an diesem Projekt der Schwerpunkt liegt und warum es so besonders bleibt.
1 25.04.2026
Veranstaltungen
Kulturhistorisches Seminar – 2026 hat im DRHM begonnen!Am 22. April begann im Deutsch-Russischen Haus in Moskau das jährliche kulturhistorische Seminar, zu dem Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Regionen des Landes zusammengekommen sind. Über mehrere Tage hinweg werden die Teilnehmer über die Geschichte, Kultur und die aktuelle Entwicklung der Russlanddeutschen diskutieren sowie ihre Forschungsarbeiten vorstellen und wissenschaftliche Erfahrungen austauschen.