KNORRING Bogdan Fjodorowitsch von (Gotthard Johann) (geb. am 10. November 1746; nach anderen Angaben am 11. November 1744 in Erwita, Estland; gest. am 17. Dezember 1825 in Derpt), General der Infanterie (1806).
Nachfahre eines alten schwäbischen Geschlechts, dessen Vertreter im XV. Jahrhundert nach Baltikum übersiedelten. Sein Vater war Adam Friedrich Knorring (? – 1761), die Mutter – Gräfin Dorothea Elizabeth Zoege Von Manteufel. Bruder von K.F. Knorring und O.F. Knorring. Trat im Jahr 1758 in das Schlachta-Heeresregiment ein, wurde 1764 im Rang eines Fähnrichs ins Nischegorodski Infanterieregiment entlassen. War Teilnehmer des Russisch-Türkischen Krieges 1768–1774, für die Bewährung vor dem Feinde in den Schlachten bei Larga (7. Juli 1770) und Kagul (21. Juli 1770) in den Rang eines Majors erhoben und mit dem Orden des Heiligen Georg 4. Klasse ausgezeichnet. Wurde im Jahr 1773 zum Schwarzmeer-Geschwader unter die Befehle des Grafen A.G. Orlow kommandiert, erfüllte einen wichtigen kriegsdiplomatischen Auftrag, zeichnete Lagepläne, fertigte Grundrissskizzen von türkischen Befestigungen von Rustschuk bis Konstantinopel an. War ab 1778 Oberst, ab 1784 Brigadier, ab 1786 Generalmajor. Nahm am Russisch-Schwedischen Krieg 1788–1790 teil, bekleidete die Position eines Oberquartiermeisters. Hatte während der Polnischen Kriegszüge in den Jahren 1792 und 1794 das Kommando über selbstständige Korps, wurde für die Einnahme von Wilno (31. Juli 1794) in den Rang eines Generalfähnrichs erhoben, ausgezeichnet mit dem Orden des Heiligen Georg 2. Klasse. Nach der Thronbesteigung vom Zaren Pawel I. begab er sich in den Ruhestand. Während des Russisch-Französischen Krieges 1806–1807 wurde er wieder im Dienst im Rang eines Generals der Infanterie angestellt und zum Kommandeur eines Korps ernannt, das in Preußen Kriegshandlungen führte. Nahm an der Schlacht bei Pultusk [14.(26.) Dezember 1807], wurde jedoch wegen des Konflikts mit dem Oberbefehlshabenden L.L. Bennigsen aus der Armee abberufen. War im Russisch-Schwedischen Krieg 1808–1809 Oberbefehlshaber der russischen Armee in Finnland. Ist gegen den vom A.A. Araktschejew unterstützten Plan des Übergangs russischer Expeditionsabteilungen über das Eis des Bottnischen Meerbusens nach Schweden eingetreten. Nach der Umsetzung des Plans und der Inbesitznahme der Alandinseln und der Stadt Umeo im April 1809 wurde von Knorring von Kommandopflichten entbunden und durch den General M.B. Barclay de Tolly ersetzt. Beordert im Bestand der Armee (also ohne einen bestimmten Rang zu bekleiden) lebte in Derpt. Bat im Jahr 1812 um Erlaubnis „seinen Dienst zum Wohl des Vaterlands zu leisten“, wurde zum Rat beim Kriegsministerium in Sankt Petersburg ernannt.
War mit Wilhelmine Christine (geb. von Liphart, 1754–1818) verheiratet, K.B. Knorring war sein Sohn.
Die Enzyklopädie wurde auf die Initiative der öffentlichen Organisation „Föderale nationale Kulturautonomie der Russlanddeutschen“ (FNKA RD) unter aktiver Beteiligung der Internationalen Assoziation zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen erstellt. Das Projekt wurde von den Regierungen der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Während der Projektdurchführung wurden Geldmittel verwendet, welche gemäß den Anordnungen des Präsidenten der Russischen Föderation und auf der Grundlage von durchgeführten Wettbewerben der „Nationalen Wohltätigkeitsstiftung“, den allrussischen öffentlichen Organisationen die „Gesellschaft „Wissen“, die „Russische Union der Rektoren“ u.a., in den Jahren 2015–2017 als Zuschüsse zugewiesen wurden.
1 20.02.2026
„‚Tolles Diktat‘ ist mehr als nur eine Aktion“: „Alte Hasen“ über die Bedeutung des Diktats in ihrem Leben2026 findet die Gesamtrussische offene Aktion „Tolles Diktat“ zum 14. Mal statt (vom 16. bis 28. Februar)! Die Idee entstand in Tomsk: Das erste Diktat auf Deutsch wurde von Schülern der sibirischen Stadt geschrieben. Damals hätte sich jedoch niemand vorstellen können, dass die Veranstaltung einmal landesweit und dank ihres Online-Formats sogar international Verbreitung finden und Deutschbegeisterte aus verschiedenen Städten und Ländern zusammenbringen würde.
1 18.02.2026
Dialekte der Russlanddeutschen: Offenes Treffen mit Julia SosljukAm 24. Februar findet in Kaliningrad ein offenes Treffen mit linguistischem Schwerpunkt statt, das den Dialekten der Russlanddeutschen gewidmet ist. Die Gäste erwartet eine spannende Veranstaltung, die von Julia Sosljuk, Leiterin des Clubs „Kulturcode der Russlanddeutschen“, Fremdsprachenlehrerin und Dialektologin, moderiert wird.
1 18.02.2026
„Erbe in Farben“: Ausstellung im Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in JekaterinburgAm 19. Februar lädt das Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Jekaterinburg zur Eröffnung der Ausstellung „Erbe in Farben“ ein, die sich mit der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem kulturellen Erbe der Russlanddeutschen in der Wolgaregion befasst.
1 18.02.2026
„Mein Stern ist mein Lied“: Offenes Treffen zum Gedenken an Anna GermanVor 90 Jahren, am 14. Februar, wurde eine Sängerin geboren, deren Lieder den Zuhörern bis heute Freude und Trost spenden. Ihr Name ist Anna German. In Erinnerung an dieses freudige Ereignis findet am 20. Februar ein öffentliches Treffen mit Maria Belochwostowa in der Omsker Staatlichen Universität statt.
1 18.02.2026
Märchenhafter Karneval in Jekaterinburg: Offenes Treffen mit Olga KolpakowaDas neue offene Treffen mit der Kinderbuchautorin Olga Kolpakowa widmet sich Märchen, Karnevalskultur und dem spielerischen Erlernen der deutschen Sprache. Die Gäste erwarten neue Sichtweisen auf bekannte Geschichten und die Atmosphäre eines fröhlichen Märchenfestes.
1 13.02.2026
Eröffnung der Einzelausstellung von Alexander Popp „Sibirien. Horizonte und Gesichter“Eine neue Ausstellung im Deutsch-Russischen Haus in Moskau lädt den Besucher zu einer Reise durch die majestätischen Weiten Sibiriens und die einzigartige Kunstwelt des herausragenden Meisters, Mitglieds der Russischen Künstlervereinigung und der Kreativvereinigung der Russlanddeutschen, Alexander Alexandrowitsch Popp, ein. Die Ausstellung ist anlässlich des in der Russischen Föderation ausgerufenen Jahres der Einheit der Völker Russlands organisiert worden.
1 10.02.2026
Veranstaltungen
Programm des Sprachklubs „rn_tandem“ am 14. FebruarDer 14. Februar ist ein Tag, den man gerne auf besondere Weise verbringen möchte. Der deutsche Sprachklub „rn_tandem“ trifft sich zu einer Online-Veranstaltung, das dem 90. Geburtstag von Anna German gewidmet ist.
1 10.02.2026
„Ich möchte Geschichten erzählen und ehrlich darin sein“: Interview mit dem Schauspieler Alexander PorschinAlexander Porschin (deutscher Nachname Meiling), junger Schauspieler des Tschechow-Kunsttheaters Moskau, Filmschauspieler und Musicaldarsteller, Absolvent der Schauspielschule des Tschechow-Kunsttheaters Moskau (MChAT) und zugleich Vertreter der Russlanddeutschen steht erst am Anfang seiner professionellen Karriere, formt jedoch bereits selbstbewusst seine eigene künstlerische Sprache. Wir haben Alexander ins Deutsch-Russische Haus in Moskau eingeladen und mit ihm über seine Kindheit in Tscheljabinsk, Berufswahl, Theater und Kino, deutsche Wurzeln, Deutschland und Zukunftspläne gesprochen.
1 09.02.2026
„Jenseits des Bildes“: Ein Gespräch mit dem Fotografen Gennadi Grikow-MayerIm Deutsch-Russischen Haus in Moskau findet die Fotoausstellung „Jahre, Ereignisse, Gesichter“ des Fotografen, Journalisten und Pädagogen Gennadi Grikow-Mayer statt. In einem Interview erzählte Gennadi, wie unauffällig die Fotografie nach und nach zu seinem Lebenswerk wurde, und teilte seine kreativen Prinzipien.
1 09.02.2026
„Deutsch ohne Angst vor Fehlern“: Ein Interview im Vorfeld des „Tolles Diktats“Vor der offenen gesamtrussischen Aktion „Tolles Diktat“ haben wir mit den Methodikerinnen der Online-Schule für Deutschlernen „BerlinerDeutsch“ – Olga Pawlowa und Nailja Tschatajewa – gesprochen. Über die Frage, wie „Tolles Diktat“ auch für erfahrene Lerner nützlich sein kann, warum Fehler die wichtigste Ressource beim Spracherwerb sind und über interessante Lifehacks, die das Lernen einfacher und spannender machen – in unserem Interview.